Forschung
Prof. Bernd Hermann veröffentlichte
1972 seine ersten Untersuchungen der postcranialen Reste des
Skelettes von Combe Capelle. Sie waren 1955 von Prof. Gerhard
Heberer aus dem Brandschutt des Gropius-Baus geborgen
worden.
Zwischen Mai und September 2002 befand
sich der Schädel in Institut für Anthropologie der
Universität Zürich-Irchel zur Bearbeitung durch das
Team Prof. Dr. Christoph Zollikofer und Dr. Marcia Ponce de
León. Dort wurden im Universitätsspital
Zürich, Department Diagnostische Radiologie, die Aufnahme
von computerunterstützten Volumendaten vorgenommen. Sie
bilden die Grundlage für die virtuelle Rekonstruktion des
Schädels nach der von Zollikofer/Ponce de León
entwickelten Methode.
Im Oktober 2002 wurden die
Schädelteile im Museum in Berlin von Anthropologen aus
Bordeaux, Bruno Maureille und Dominique Gambier,
untersucht.
Ebenfalls im Oktober 2002 bearbeitete
Randall White von der Universität New York die
durchlochten Schneckengehäuse der Kette.
Die Ergebnisse dieser neuesten Forschungen
werden mit großem Interesse erwartet.
Archivalien zum Fund von Combe Capelle,
wie auch zum Fund von Le Moustier, befinden sich im Archiv des
Berliner Museums für Vor- und Frühgeschichte und im
Archiv für die Forschungsgeschichte der Altsteinzeit.
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Hermann Klaatsch bei der Bearbeitung des
Unterkiefers |
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